Perpetuum Mobile Podcast

Perpetuum Mobile Podcast #36

Posted in Perpetuum Mobile Podcast by whatswrongmyfriend on July 7, 2013

Perpetuum Mobile Podcast #36 – “The Divorce of Potemkin”
Bleckburk // Phil Latch – Juli 2013

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PMP#36a by Bleckburk – Perpetuum Mobile on Soundcloud

Shoebox – Roam No More / Pinkman – Offender Status / Matti Turunen – Stars / Smart Dreher – Hirnholz / Boo Williams – Moving Rivers / Omar S – Psychotic Photosynthesis / Hans Thalau – Lassur (Milton Jackson Remix) / Paperclip People – Parking Garage Politics / Julius Steinhoff – So Glad

PMP#36b by Phil Latch – Perpetuum Mobile on Soundcloud

Black Jazz Consortium „Melody Of Key“ // Hakim Murphy „Chill“ [Finale Sessions] // Aybee „Landing“ // DJ Jus-Ed „Struggle For Success Part 8“ // Moomin „Doobiest“ // Fred P „Emotive Vibrations“ // Miltiades „As We“ // Marbod „Youth“ (Thomas Stieler’s Floating Away Remix) // Pjotr „Mariya“ // Taelue “Rogue Access Point” // Javier Orduna & Active „Luz de Coco“ (Steven Tang Remake) // Linkwood „Secret Value“

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Der Perpetuum Mobile Podcast im Juli mit einer weiteren Doppelausgabe. Einmal Dresden, einmal Münster, Nils (Bleckburk) und Felix (Phil Latch), beide mit einem dezidierten Musikgeschmack und zwei großartigen Sets. Klassische housige Sounds bilden das Grundgerüst beider Mixe und sie passen prima zueinander ohne sich zu wiederholen. Bleckburk ist mir hier in Dresden über den Weg gelaufen, professionell ausgebildeter Musiker und eben auch als Dj im Nacht- und Tagleben unterwegs. Sein Mix hat neben dem klassischhousiganalogen Sound einen leichten Discoeinschlag und spacige Elemente, dann wieder deepe Phasen und ist insgesamt abwechslungsreich gestaltet. Ein absolut hörenswerter Mix.

Kommen die meisten Podcastbeiträge durch persönliche Kontakte zustande, hat es sich bei Felix gezeigt, dass man auch ruhig mal genauer hinhören sollte, wenn man einen Link von jemanden geschickt bekommt, den man noch nicht kennt. Phil Latch hat hier einen großartigen homogenen Chicago infizierten Mix aufgenommen. Durchgehend smooth und entspannt verbreiten die knapp 60 Minuten eine schwebende Atmosphäre und angenehme Stimmung.

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zur Person:

Bleckburk

PMP#36-Bleckburk2_contact: Bleckburk Facebook / Soundcloud

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Nils, wir hätten da noch ein paar Fragen:

01. Wer bist denn du?

Hej, ich bin Nils aus Dresden. Man kennt mich hier im Nachtleben unter dem Namen “bleckburk”. Denn eigentlich bin ich Posaunist. Da ich immer öfter beide Seiten, das Auflegen und das Posaune spielen, kombiniere, hat sich der Name ergeben ( “bleckburk” – schwedisch: Blechbüchse )

02. Wie und wann bist du zur elektronischen Musik gekommen / Welche Rolle spielt diese Musik und andere Musik oder Musik überhaupt für dich?

Dazu bin ich erst am Anfang meines Studiums gekommen. Freunde von mir haben angefangen auf privaten Kellerparties aufzulegen und ich habe angefangen mehr und mehr Electro zu hören. Da wurde Minimal grad wieder sehr aktuell. Später ging es mit Techno weiter. Die legendären HSL Parties in Dresden waren immer Highlights hier im Underground. Danach bin ich mit einem Produzenten, Morton Base, zusammen auf Francesco Tristano gestoßen und wir haben gemeinsamen Musik gemacht / viele Livesets mit Posaune gespielt.
Seit ein paar Jahren arbeite ich selber viel mit befreundeten Musikern zusammen und lade mir immer wieder verschiedene Instrumentalisten ein um mit ihnen gemeinsamen elektronische Musik zu machen die sich mittlerweile im house / minimal house bewegt.

03. Wie hat es mit dem Auflegen angefangen und seit wann legst du auf? Was reizt dich am Auflegen? Legst du in Clubs auf oder eher im privaten Rahmen?

Das Auflegen begann ziemlich schnell nach meiner Begeisterung für die elektronische Musik. Damit man nicht immer den befreundeten DJ nerven muss das er mal deinen Lieblingstrack spielt…
Mich reizt vorallem die Kunst eines abgerundeten, dennoch abwechslungsreichen Sets. Wenn man die Begeisterung in den Augen der Leute sehen kann, ausgelöst nur durch ein sehr schlichtes Motiv was sich aufbaut in einem Song, das ist ein guter Moment für mich. Dann kann man mit dem Publikum quasi b2b spielen und es gibt eine Verbindung.
In den letzten Jahren bin ich immer mehr in die Clubszene eingetaucht und spiele nur noch gelegentlich für Freunde im privaten Rahmen.

PMP36-BleckburkPic2

04. Welche Spielart elektronischer Musik spricht dich am meisten an und was genau daran / Welche Produzenten-innen und Labels sind für dich besonders wichtig?

Momentan bewegt sich mein Stil zwischen House, Funk/Disco und Techno. Das variiert je nach Spielzeit und Club/Rahmen der Veranstaltung. Mich reizt die Abwechslung und auch die Verbindung verschiedener Spielarten. Jede davon hat ihre Vorzüge, diese mit einander zu verknüpfen kann einem Set auch eine gewisse Persönlichkeit/Charaker verleihen.

05. Wie gestaltet sich für dich eine gute Party (als DJ und als Besucher) / Was macht einen guten Club aus?

Nun eine gute Party entsteht wie schon gesagt, wenn es diese Verbindung zwischen DJ und Publikum gibt. Ein guter Club bietet dafür die passende Atmosphäre und den passenden Sound. Ich finde dafür wichtig was der Club für eine Aussage treffen will, bei vielen gibt es da auch leider keine…

06. Was macht für dich einen guten Track aus? (bzw.) Was für Stücke begeistern dich persönlich besonders?

Ich bin begeistert von einem treibenden Element, das minimalistisch eingesetzt wird und sich erst nach und nach entfaltet. Es muss Spannung erzeugen, dem Zuhörer das Gefühl geben nur ein Teil der Variation dieses musikalischen Motives vorrausahnen zu können. Einer meiner Favoriten: Bassfort – Dixtrit. An diesem beispiel lässt sich dieser Spannungsbogen gut erklären.

07. Produzierst du selbst Musik, spielst du ein Instrument?

Ja ich produziere selbst, meist in Zusammenarbeit mit anderen Produzenten und Musikern. Immer öfter spiele ich auch mit der Posaune etwas ein wie für den neuen Challenger Remix von Allefarben. Selber produziere ich mit meinem Kollegen Thomas Schönfeldt für unser Liveset. Dort verbinden wir elektronische Musik, deepen minimalistischen House, mit 2 unterschiedlichen Posaunen. Er als ausgebildeter Jazzer, ich der ausgebildete Klassiker.

08. Zu deinem Mix, welches Setup hast du benutzt und gibt es ein Konzept für den Mix, was ist deine Idee hinter diesem Mix?

Ich benutze seit 2-3Jahren wieder nur noch echtes Vinyl, so auch bei meinem Mix. Die Idee ging diesmal in Richtung Reduktion. Ich habe viele Stücke ausgewählt die diesen fliessenden Charakter von Minimalhouse haben, sich nicht sofort durch einen Vocal aufdrängen, sich sukzessiv aufbauen und viele treibende Elemente haben die eher sphärisch sind.

PMP#36-Bleckburk_

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zur Person:

Phil Latch

PMP36b_Profilbild_PhilLatch -bearbcontact: Phil Latch Facebook / Soundcloud

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Felix, wir hätten da noch ein paar Fragen:

01. Wer bist denn du?

Hi, ich bin Felix, 24 Jahre alt und studiere in Münster. Geboren und aufgewachsen bin ich in Göttingen.

02. Wie und wann bist du zur elektronischen Musik gekommen / Welche Rolle spielt diese Musik und andere Musik oder Musik überhaupt für dich?

Es klingt kitschig aber ich bin schon mit fünf Jahren zur elektronischen Musik gekommen. Mein Onkel hat mir zum fünften Geburtstag eine Kassette geschenkt auf der Klassiker wie Emmanuel Top’s „Turkish Bazaar“ und „Da Capo“ von Perplexer drauf waren =) In meiner Jugend habe ich dann viel Trance gehört. Blank & Jones waren damals meine großen Idole und ich habe viele Platten von Anjunabeats gekauft. Später ging es dann runter mit den BPM. Im Prinzip habe ich jede Facette der elektronischen Musik mal gehört und auch gut gefunden. Privat höre ich auch andere Musikrichtungen. Großer Fan bin ich zB von Sade, Jessie Ware und Mac Miller. Wenn ich jetzt anfangen würde, über die Bedeutung der Musik für mich zu philosophieren, würde ich den Rahmen sprengen. In einem Satz könnte man vielleicht sagen, dass sie in jeden Lebenslagen ein unverzichtbarer Begleiter ist. Ich sehe mich auch primär als Musikliebhaber und -sammler und sekundär als DJ.

03. Wie hat es mit dem Auflegen angefangen und seit wann legst du auf? Was reizt dich am Auflegen? Legst du in Clubs auf oder eher im privaten Rahmen?

Angefangen mit dem Auflegen habe ich 2006. Los ging es auf Abi Partys, Geburtstagen und anderen privaten Veranstaltungen. Vom Sound her habe ich damals alles Querbeet gespielt. Als ich nach Münster gekommen bin habe ich mich dann ausschließlich auf meinen eigenen Sound konzentriert. Ein Kumpel hat mir die Möglichkeit gegeben auf der großartigen Gütersloher Open-Air Veranstaltung Wapelbeats mehrfach aufzulegen und ich habe auf der ein oder anderen privaten Party in meiner Heimat gespielt. Im Fyal durfte ich mich auch ein paar Mal an die Plattenteller stellen. Highlight war aber definitiv ein Gig in Istanbul im letzten Sommer. Das faszinierende am Auflegen ist für mich, dass man durch die eigene Trackauswahl die Stimmung der Partygäste steuern und den Partygästen für ein paar Stunden die Möglichkeit geben kann, aus dem Alltag zu entfliehen. In unserer Smartphone Generation wird das allerdings praktisch immer schwieriger. Hinzu kommt der technische Aspekt. Platte aus dem Koffer holen, anhören und Nadel beobachten, wie sie über die Rillen der Platte fährt, Beats anpassen, mit den EQs spielen – das alles macht mir einfach unheimlich Spaß.

04. Welche Spielart elektronischer Musik spricht dich am meisten an und was genau daran / Welche Produzenten-innen und Labels sind für dich besonders wichtig?

Im Prinzip kann mich jede Form elektronischer Musik ansprechen wenn sie Groove hat und eine Emotion vermittelt. Ich denke nicht so gerne in Genres, weil vieles doch ineinander überläuft und verschwimmt. Heutzutage nennt sich ja eh fast alles „Deep House“ =) Die letzten Monate haben meine Platteneinkäufe überwiegend US-Bezug oder kommen aus Paris. In Chicago gibt es mittlerweile eine beachtliche Gruppe neuer Künstler, die einen rauen analogen Sound in die Welt tragen und sich zu den „alten Hasen“ gesellen, die damals den Chicago House begründet haben. Zu Künstlern die mich geprägt bzw. musikalisch beeinflusst haben gehören insbesondere Fred Peterkin (der Mann ist ein Gott), Jenifa Mayanja, die Jungs von Bicep und auch der New Yorker Chris Manik. Hinzu kommt mein langjähriger Kumpel Martin Roth, dem ich viele Einblicke in die Bereiche Produktion und hinter die Kulissen des Musik Business zu verdanken habe. Wichtige Labels sind für mich Soul People Music, Finale Sessions, FXHE, Tusk Wax und das noch junge Pariser Label Latency Recordings.

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05. Wie gestaltet sich für dich eine gute Party (als DJ und als Besucher) / Was macht einen guten Club aus?

Eine Unterscheidung zwischen DJ und Besucher würde ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht machen wollen. In beiden Fällen lege ich großen Wert auf ein vernünftiges Soundsystem. Es gibt nicht schlimmeres als ein Soundsystem, bei dem die Bässe den Höhen und Mitten die Luft zum Atmen nehmen. Eine besondere Location hat natürlich auch immer Charme. Ich bin großer Fan von Rooftop- und improvisierten Open-Air Partys. Schön ist auch immer, wenn man merkt, dass der Veranstalter wirklich Herzblut in seine Veranstaltung steckt, sei es durch Deko oder ein besonderes Konzept. Als DJ freut man sich natürlich dann noch über funktionierendes Equipment und Monitor Boxen, haha. Toll ist auch immer ein Publikum, das offen für Inspirationen seitens des DJs ist und sich auf (unbekanntere) Musik einlassen kann. Ein Club ist für mich gut, wenn er die Musik in den Mittelpunkt stellt. Wenn das passt, findet sich auch der Rest und es kann kein schlechter Abend werden. Da verzeiht man auch langes Anstehen am Eingang oder an der Garderobe oder eine renovierungsbedürftige Location.

06. Was macht für dich einen guten Track aus? (bzw.) Was für Stücke begeistern dich persönlich besonders? (3 all time favorites)

Aus DJ Sicht ist ein Track für mich gut, wenn man ihm eine „Funktion“ an einem Abend zuweisen kann. Sei es als schöner Opener, als Track zum Eingrooven, als unauffälliger Bridge Track um die Partygäste mal an die Bar zu schicken oder als markante Peak Time Nummer. Mal reicht eine treibende Bassdrum, mal ein ausdrucksstarkes Vocal, mal ein schöner Piano Part, um einen Track „gut“ zu machen. Ansonsten muss Musik einfach eingängig sein und eine Stimmung erzeugen können. Ich höre gerne melancholische Musik, weil sie oft eine tolle Tiefe hat.

Zu meinen Alltime-Favourites gehören Faithless „God Is A DJ“, Phil Collins „In The Air Tonight“ (Extended 12“ Version), Sade „No Ordinary Love“.

07. Produzierst du selbst Musik, spielst du ein Instrument?

Ich hatte als Kind jahrelang Klavier Unterricht. Leider ist davon nicht mehr viel hängen geblieben. Der Fleiß beim Üben hielt sich doch in Grenzen. Später ärgert man sich dann, dass man nicht drangeblieben ist. Als DJ beschäftigt man sich oft intensiv mit Songstrukturen und hat auch immer die ein oder andere Idee, wie man Tracks verändern oder selber gestalten würde. Zum Produzieren bin ich bis dato aus vielen Gründen aber noch nicht gekommen.

08. Zu deinem Mix, welches Setup hast du benutzt und gibt es ein Konzept für den Mix, was ist deine Idee hinter diesem Mix?

Der Mix ist an zwei Technics 1210 MKII, einem Pioneer CDJ 800 MKII und einem Pioneer DJM 700 Mixer entstanden. Konzeptionell habe ich ein wenig versucht die Emotionalität der elektronischen Musik rüberzubringen, die mich besonders begeistert.

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PMP#36 - The Story Picture

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The Story:

“…the divorce of Potemkin

was impeded by the death of his grandmother

and a resurgance of family feeling. His

wife now acts as his model and the Egeria

has, let us say, married a realtor. Having resigned overt

intention to remarry, the widow, once the rose,

spends her time now plaguing her daughter, and

Mr Elias said to me:

‘How do you geht inspiration?’ …”

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